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Alle Beiträge zum Thema %s “David Otto gegen Goliath Amazon”

Otto ist zu teuer, zu langsam und zu verwaltet gegenueber Amazon.

Wer als Otto-Up-Kunde eine besonders schnelle Lieferung wünscht, muss dafür extra bezahlen. Die 24-Stunden-Paketlieferung wird voll mit 15,90 Euro berechnet, es gibt keinen Rabatt für Abonnenten. Das gilt auch für 24-Stunden-Lieferungen per Spedition: Die Versandkosten erhöhen sich ohne Ermäßigung auf 49,90 Euro.

Der neue Konzernchef Alexander Birken, seit anderthalb Jahren im Amt, muss jetzt verlorene Zeit aufholen. Um Kunden und externe Partner auf die Seite zu locken, will er Otto als ethisch einwandfreie Alternative zu Amazon positionieren und nicht bloß gute Preise bieten, sondern auch faire Konditionen für die Händler. Ob das genug ist, um die Zugkraft zu erhöhen, steht aber in den Sternen.

Eine Schwierigkeit liegt zudem in der Struktur der Gruppe. Über Jahrzehnte war der Konzern aus eigener Kraft, aber auch durch Übernahmen groß geworden. Heute hat er mehr als 120 Tochtergesellschaften. Diese breite Aufstellung war lange ein Garant für Stabilität. Doch im digitalen Handel, in dem sich ein wachsender Teil des Marktes auf wenige Anbieter konzentriert und Größe für jede einzelne Gesellschaft zu einem entscheidenden Faktor wird, stellt sie Otto vor ein Dilemma.

 

„Das Team hat in den vergangenen Wochen einen hervorragenden Job gemacht und im Rahmen von FOKUS die richtigen Schritte und Maßnahmen definiert, um unsere Firmen noch stärker am Markt zu positionieren. Neben den massiven Investitionen in die Marktperformance sind OTTO, Baur und Schwab auch dabei, strukturelle Anpassungen vorzunehmen, um effiziente und marktgerechte Prozesse abbilden zu können.“

Um dies zu gewährleisten, werden die Unternehmen noch mehr Synergien nutzen. So wird derzeit geprüft, ob und wie das Einkaufs- bzw. Category Management und Back-Office-Funktionen wie beispielsweise Buchhaltung, Controlling oder Personaladministration zentralisiert geführt werden können. Die Marketing- und Servicefunktionen aller drei Marken bleiben aber weitgehend dezentral an den Standorten erhalten. „Wir sind überzeugt, dass die Marken unabhängig und nah am Kunden dezentral geführt werden müssen. Das Herz einer jeden Marke kann nur aus sich heraus schlagen“, so Alexander Birken.

Wie viele Mitarbeiter im Zuge der strukturellen Veränderungen bis 2015 gegebenenfalls von einem Arbeitsplatzverlust betroffen sein werden, wird derzeit im Rahmen aufwendiger Prüfaufträge untersucht und steht noch nicht fest. Schätzungen zufolge ist davon auszugehen, dass beginnend im Jahr 2013 bei der Einzelgesellschaft OTTO bis zu 450 von 3.236 Vollzeitstellen von den Umstrukturierungen betroffen sein könnten, also maximal 14 Prozent der gesamten Belegschaft. Bezogen auf die knapp 8.000 Arbeitsplätze der Otto Group in Hamburg wäre dies ein maximaler Anteil in Höhe von sechs Prozent. Bei Baur in Burgkunstadt könnten bis zu 210 Vollzeitstellen von einem Abbau betroffen sein, maximal 10 Prozent der insgesamt 2165 Stellen bei der Marke Baur. Bezogen auf die insgesamt 3.296 Vollzeitstellen der Baur-Gruppe in Oberfranken werden maximal sieben Prozent betroffen sein. Bei Schwab in Hanau könnten maximal 40 Stellen betroffen sein, maximal fünf Prozent der 913 Vollzeitstellen.

Betriebsbedingte Kündigungen können wie bereits berichtet nicht ausgeschlossen werden. Ein Großteil der Veränderungen soll jedoch über Fluktuation oder andere sozialverträgliche Maßnahmen im Konzernverbund aufgefangen werden. „Wir sind ein Familienunternehmen und fühlen uns den damit verbundenen Werten wie Zuverlässigkeit und Loyalität verpflichtet. Deshalb werden wir wie bei vergangenen Projekten sozialverträglich handeln und alles Erdenkliche tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Unser Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen und Marken für unsere Kunden und Mitarbeiter langfristig zu sichern“, so Schrader

 

Otto Up gilt zwar für das gesamte Sortiment, das von Otto selbst ausgeliefert wird, jedoch sind alle Bestellungen ausgenommen, die per Spedition zugestellt werden. Wer also Möbel oder Großgeräte bei Otto kauft, muss für die Lieferung zusätzlich Speditionsgebühren von 29,95 Euro zahlen. Im Unterschied dazu sind solche Lieferungen bei Ebay Plus und auch bei Amazon Prime im Abo enthalten. An Ebay Plus können nur Händler teilnehmen, Privatverkäufer sind nicht zugelassen. Die Prime-Versandvorteile gibt es schon länger nicht nur für die von Amazon direkt angebotenen Artikel, sondern auch bei vielen Marketplace-Händlern.

 

Otto feuert 8.000 Arbeitsplätze der Otto Group nach Uebernahme von Baur und Schwab – trotzdem bleibt Amazon Leithirsch

Wer als Otto-Up-Kunde eine besonders schnelle Lieferung wünscht, muss dafür extra bezahlen. Die 24-Stunden-Paketlieferung wird voll mit 15,90 Euro berechnet, es gibt keinen Rabatt für Abonnenten. Das gilt auch für 24-Stunden-Lieferungen per Spedition: Die Versandkosten erhöhen sich ohne Ermäßigung auf 49,90 Euro.

Der neue Konzernchef Alexander Birken, seit anderthalb Jahren im Amt, muss jetzt verlorene Zeit aufholen. Um Kunden und externe Partner auf die Seite zu locken, will er Otto als ethisch einwandfreie Alternative zu Amazon positionieren und nicht bloß gute Preise bieten, sondern auch faire Konditionen für die Händler. Ob das genug ist, um die Zugkraft zu erhöhen, steht aber in den Sternen.

Eine Schwierigkeit liegt zudem in der Struktur der Gruppe. Über Jahrzehnte war der Konzern aus eigener Kraft, aber auch durch Übernahmen groß geworden. Heute hat er mehr als 120 Tochtergesellschaften. Diese breite Aufstellung war lange ein Garant für Stabilität. Doch im digitalen Handel, in dem sich ein wachsender Teil des Marktes auf wenige Anbieter konzentriert und Größe für jede einzelne Gesellschaft zu einem entscheidenden Faktor wird, stellt sie Otto vor ein Dilemma.

 

„Das Team hat in den vergangenen Wochen einen hervorragenden Job gemacht und im Rahmen von FOKUS die richtigen Schritte und Maßnahmen definiert, um unsere Firmen noch stärker am Markt zu positionieren. Neben den massiven Investitionen in die Marktperformance sind OTTO, Baur und Schwab auch dabei, strukturelle Anpassungen vorzunehmen, um effiziente und marktgerechte Prozesse abbilden zu können.“

Um dies zu gewährleisten, werden die Unternehmen noch mehr Synergien nutzen. So wird derzeit geprüft, ob und wie das Einkaufs- bzw. Category Management und Back-Office-Funktionen wie beispielsweise Buchhaltung, Controlling oder Personaladministration zentralisiert geführt werden können. Die Marketing- und Servicefunktionen aller drei Marken bleiben aber weitgehend dezentral an den Standorten erhalten. „Wir sind überzeugt, dass die Marken unabhängig und nah am Kunden dezentral geführt werden müssen. Das Herz einer jeden Marke kann nur aus sich heraus schlagen“, so Alexander Birken.

Wie viele Mitarbeiter im Zuge der strukturellen Veränderungen bis 2015 gegebenenfalls von einem Arbeitsplatzverlust betroffen sein werden, wird derzeit im Rahmen aufwendiger Prüfaufträge untersucht und steht noch nicht fest. Schätzungen zufolge ist davon auszugehen, dass beginnend im Jahr 2013 bei der Einzelgesellschaft OTTO bis zu 450 von 3.236 Vollzeitstellen von den Umstrukturierungen betroffen sein könnten, also maximal 14 Prozent der gesamten Belegschaft. Bezogen auf die knapp 8.000 Arbeitsplätze der Otto Group in Hamburg wäre dies ein maximaler Anteil in Höhe von sechs Prozent. Bei Baur in Burgkunstadt könnten bis zu 210 Vollzeitstellen von einem Abbau betroffen sein, maximal 10 Prozent der insgesamt 2165 Stellen bei der Marke Baur. Bezogen auf die insgesamt 3.296 Vollzeitstellen der Baur-Gruppe in Oberfranken werden maximal sieben Prozent betroffen sein. Bei Schwab in Hanau könnten maximal 40 Stellen betroffen sein, maximal fünf Prozent der 913 Vollzeitstellen.

Betriebsbedingte Kündigungen können wie bereits berichtet nicht ausgeschlossen werden. Ein Großteil der Veränderungen soll jedoch über Fluktuation oder andere sozialverträgliche Maßnahmen im Konzernverbund aufgefangen werden. „Wir sind ein Familienunternehmen und fühlen uns den damit verbundenen Werten wie Zuverlässigkeit und Loyalität verpflichtet. Deshalb werden wir wie bei vergangenen Projekten sozialverträglich handeln und alles Erdenkliche tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Unser Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit unserer Unternehmen und Marken für unsere Kunden und Mitarbeiter langfristig zu sichern“, so Schrader

 

Otto Up gilt zwar für das gesamte Sortiment, das von Otto selbst ausgeliefert wird, jedoch sind alle Bestellungen ausgenommen, die per Spedition zugestellt werden. Wer also Möbel oder Großgeräte bei Otto kauft, muss für die Lieferung zusätzlich Speditionsgebühren von 29,95 Euro zahlen. Im Unterschied dazu sind solche Lieferungen bei Ebay Plus und auch bei Amazon Prime im Abo enthalten. An Ebay Plus können nur Händler teilnehmen, Privatverkäufer sind nicht zugelassen. Die Prime-Versandvorteile gibt es schon länger nicht nur für die von Amazon direkt angebotenen Artikel, sondern auch bei vielen Marketplace-Händlern.

 

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